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Beispiele

Hamburg ist deutschlandweit Vorreiter bei der Nutzung von Wasserstoff als Energieträger. In einer Vielzahl von Projekten, darunter auch internationale und EU-Projekte, wird an der nachhaltigen Energieversorgung von morgen gearbeitet. Zu den Schwerpunkten gehören neben Fragen der Nutzungsmöglichkeiten vor allem Forschung und Entwicklung im technischen Bereich. Und es gibt in Hamburg auch schon ein Brennstoffzellen-Boot - es fährt aber ausserhalb der Wettbewerbskonkurrenz!

Alsterdampfer mit 0 Emissionen

Das Projekt „Zero EMission SHIPS“ – kurz ZEMSHIPS - besteht aus einem Zusammenschluss von zehn Projektpartnern (u. a. hySOLUTIONS) und wird von der EU gefördert. Ziel war die Entwicklung eines brennstoffzellenbetriebenen Fahrgastschiffes für 100 Personen und die Anwendung unter realistischen Bedingungen. Das Brennstoffzellenschiff bietet mit dem Personentransport ohne Schadstoffemissionen eine Lösung für ökologisch sensible Binnengewässer wie die Alster.

Mit der "Alsterwasser" sind nun emissionsfreie Linien- und Ausflugsfahrten auf den städtischen Seen und Kanälen sowie der Elbe Wirklichkeit geworden. Der erste Alsterdampfer mit Brennstoffzellenantrieb wurde am 29. August 2008 in Betrieb genommen und bringt mit einer Höchstgeschwindigkeit von 14 km/h bis zu 100 Fahrgäste an ihr Ziel. Zwei Brennstoffzellen mit einer Leistung von jeweils 50 kW versorgen den Elektromotor und die Bordsysteme mit Strom. Der dafür notwendige Wasserstoff wird im Schiffsboden in Hochdrucktanks gelagert. Die Tanks fassen 50 kg Wasserstoff, womit das Schiff 3 Tage fahren kann. In 12 Minuten werden die Tanks an der eigens für die Alsterdampfer konzipierten Wasserstofftankstelle aufgefüllt. Dort wird der Wasserstoff in flüssigem Zustand bei -253°C und 5 bar Druck aufbewahrt, bis er für den Einsatz auf dem Schiff mit sogenannten ionischen Verdichtern auf einen Druck von 350 bar komprimiert wird. Großzügige Batterien speichern die überschüssige Energie, die beispielsweise bei Zwischenstopps anfällt, und stellen diese später für Spitzenbelastungen zur Verfügung (bei An- und Ablegemanövern oder Fahrten auf der Elbe).

Weitere Informationen über die "Alsterwasser" finden Sie hier: www.zemships.eu

 

Einige weitere Foschungs- und Modellprojekte zum Thema Brennstoffzelle sind:

Die Hamburger Brennstoffzellen-Busflotte, Hochbahn

Im Rahmen des europaweiten Cute Projektes (Clean Urban Transport for Europe = sauberer städtischer Nahverkehr für Europa) engagiert sich Hamburg und verfügt mittlerweile mit neun Fahrzeugen über die größte Brennstoffzellen-Busflotte weltweit. Das ursprünglich im Jahr 2005 beendete Projekt wird unter dem neuen Titel HyFLEET:CUTE weitergeführt. Die Busflotte blieb bis 2008 im Einsatz. Für dieses Projekt wurde eine eigene Wasserstoff-Tankstelle auf dem Betriebshof Hummelsbüttel der Hochbahn errichtet. Ziel des Projektes ist die Überprüfung der Alltagstauglichkeit und das Sammeln von Erkenntnissen zur Infrastruktur. Innerhalb der nächsten zehn Jahre soll somit der Übergang zu einem emissionsfreien Busverkehr gewährleistet werden. Seit Februar 2012 ist eine neue Generation von der Brennstoffzellenhybridbusse auf Hamburgs Straßen unterwegs. Mehr Informationen über dieses Projekt finden Sie auf: www.hochbahn.de

Callux: Praxistest Brennstoffzelle fürs Eigenheim

In einem breit angelegten Feldtest erprobt die Hamburger Firma BAXI INNOTECH mehrere Brennstoffzellenheizgeräte in Einfamilienhäusern. Im Jahr 2006 wurde die erste Feldtestanlage (mit maximal 1,5 Kilowatt elektrischer und 3 Kilowatt thermischer Leistung mit einem integrierten Brennwertgerät mit 15 Kilowatt) installiert. Mit einer solchen Kleinanlage sollen 75 Prozent des häuslichen Strombedarfs und 65 Prozent des Wärmebedarfs abgedeckt werden. Wie erwartet, lag der elektrische Wirkungsgrad bei 30 Prozent, der thermische bei rund 50 Prozent. Durch den Praxistest konnten neue Erkenntnisse zur Optimierung gewonnen und umgesetzt werden. Selbst die Lebensdauer einiger Verschleißteile wurde dadurch verlängert. Mittlerweile sind verbesserte BETA-Modelle aufgestellt worden.

Bundesweit wurden im Rahmen des Projekts 350 Anlagen installiert und produzierten insgesamt bereits 1,3 Millionen Kilowattstunden Strom. 19 dieser Anlagen stehen in Hamburg. Mehr über das Projekt erfahren Sie unter: www.callux.net

Der Hamburger Flughafen

Am Hamburg Airport werden zurzeit ein Pkw mit Wasserstoffantrieb und zwei Schlepper mit Brennstoffzellen- und Wasserstofftechnologie im praktischen Betrieb erprobt. Die Schlepper sind je 1,80 Meter hoch, 4,5 Tonnen schwer und haben 20 Kilowatt Leistung. Um die Fahrzeuge möglichst schnell betanken zu können, wurde im Mai 2007 auf dem Flughafengelände eine Wasserstofftankstelle errichtet. Ein Betankungsvorgang dauert maximal sieben Minuten. Der Einsatz der beiden Wasserstoff-Schlepper ist ein auf zwei Jahre angelegtes Projekt. Dabei soll die Eignung für die tägliche Arbeit auf dem Vorfeld und im Gepäckkeller getestet werden. Ziel des Projektes ist, das Gesamtsystem zur Serienreife zu führen und damit die Vorbereitung der Markteinführung.

HotModule in der Hamburger Hafencity

Seit 2006 versorgt bereits eine Brennstoffzellen-Pilotanlage circa 200 Wohnungen und Büros der Hamburger Hafencity mit Strom und Wärme. Bei der Energieversorgung der Hafencity handelt es sich um einen Mix verschiedener Technologien wie Fernwärme, Blockheizkraftwerke, Solarthermie und das HotModule. Im Vergleich zu konventioneller Technik werden etwa 30 Prozent weniger Kohlendioxid produziert.

Weitere Projekte in Hamburg

Die Germanischer Lloyd AG erforscht unter anderem mit Airbus die Anwendung von Brennstoffzellen in der Luftfahrt. Das Unternehmen hat bereits die Brennstoffzellentechnik auf einer Segelyacht erfolgreich zertifiziert und engagiert sich weiterhin bei der Entwicklung leistungsfähiger Brennstoffzellen-Systeme für den Einsatz bei Seeschiffen.

 

 

 

 

 

 

 

Altersdampfer eins

Altersdampfer zwei

 

 

Hamburger Brennstoffzellen Bus

 

 

Brennsotffzellenheizgerät

 

Brennsotffzellenschlepper

 

HotModule Hamburger Hafencity

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letzte Änderung am 16.08.2012

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